Finanzminister der G7 befürworten klare Krypto-Regulierung

Die Finanzminister und Zentralbank-Gouverneure der G7 Staaten fordern einstimmig robuste Krypto-Regulierungen. Von den Bemühungen Chinas um den digitalen Yuan bis hin zur Aufrechterhaltung der geldpolitischen Kontrollmöglichkeiten steht scheinbar viel auf dem Spiel.

Das US-Finanzministerium gab die Nachricht diese Woche über eine Pressemitteilung bekannt. Laut ihnen stimmen die Finanzministerien der G7 Staaten darin überein, dass digitale Währungen klar reguliert werden müssen. Dieser Konsens war Teil eines Treffens der G7 Finanzminister zusammen mit den Leitern des Internationalen Währungsfonds (IWF), des Financial Stability Board (FSB) und der Weltbank. Auch die Eurogruppe sowie die Europäische Kommission nahmen an den Diskussionen teil.

G7 Nationen fordern Krypto-Regulierung

Unter dem Vorsitz von US-Finanzminister Steve Mnuchin bekräftigten die Teilnehmer auch ihre Unterstützung für die Empfehlungen, die bereits im Oktober in einer gemeinsamen Erklärung der G7 über Kryptos und digitale Zahlungen veröffentlicht wurden. Damals ordnete die G7 an, dass kein Stablecoin-Projekt grünes Licht erhalten sollte, es sei denn, die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen seien erfüllt.

“Ein Wolf im Schafspelz ist immer noch ein Wolf. Für mich ist klar, dass Deutschland und Europa ihren Markteintritt nicht akzeptieren können und wollen, solange die regulatorischen Risiken nicht ausreichend berücksichtigt werden. Wir müssen alles tun, um sicherzustellen, dass das Währungsmonopol in den Händen der Staaten bleibt.” – Deutscher Finanzminister Olaf Scholz

Als Teil der gemeinsamen Erklärung verpflichteten sich die G7 Finanzminister auch zur Zusammenarbeit bei der Analyse der Risiken, die digitale Zahlungssysteme mit sich bringen.

Krieg gegen private Stablecoins

In der Tat scheinen private Stablecoin-Projekte für etablierte Finanzinstitutionen von grosser Bedeutung zu sein. Bereits im April forderte der FSB einen koordinierten Ansatz für die Regulierung von Stablecoins im gesamten G20 Block. Das FSB argumentierte, dass das Fehlen eines solchen straffen Ansatzes das Entstehen von Regulierungsarbitragezonen ermöglichen würde, die von kriminellen Elementen ausgenutzt werden könnten.

Wie bereits zuvor berichtet, warnte Christine Lagarde (Präsidentin der Europäischen Zentralbank) kürzlich davor, dass private Stablecoins eine grössere Bedrohung darstellen als Bitcoin. Die EZB untersucht derzeit die Modalitäten für die Schaffung eines digitalen Euro. Im Jahr 2021 wird Grossbritannien den Vorsitz in der G7 übernehmen. Bereits jetzt sagen die Behörden des Landes, dass Stablecoins und die Vorschriften für digitale Zentralbankwährungen (CBDC) nach Brexit den Schwerpunkt ihrer Fintech-Agenda bilden.

Unterdessen wurde in den USA vor kurzem ein Gesetzentwurf im Kongress eingebracht, wonach Stablecoins unter die Bankenregulierung fallen sollen. Die Nachricht erregte im Krypto-Raum ziemliches Aufsehen, da viele Befürworter die Vorzüge des Gesetzesvorschlags kritisierten.

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